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Doppelkonzert im Freien Musikzentrum am 27. und 28. Mai 2011

Lange angekündigt haben wir am 27.Mai 2011 im Freien Musikzentrum in Stuttgart Feuerbach mit dem ersten unserer zwei Konzerte begonnen. Wir hatten uns ja etwas Besonderes ausgedacht, nämlich einen Abend zusammen mit Rosa Note, dem Stuttgarter Schwulenchor und einen Abend zusammen mit den Schrillerlocken, dem gemischten Frauenchor aus Hamburg.

Nun also Freitag – in altbekannter Manier haben wir unser Programm FRAUEN stimmen! weiterentwickelt.

Handymanie in der U-Bahn

Wer kennt sie nicht, die Situation in Stadtbahn, S-Bahn, beim Anstehen an der Kasse – Klingeltöne in großer Vielfalt und dann der Austausch von Banalitäten am Handy in einer Lautstärke als müsste ein Konzertsaal akustisch gefüllt werden! Und dann der ganze andere Lärm um einen herum, Sirenen, Beschallung aus Radio, Handy und aus den Lautsprechern der Läden, Babygeschrei – na, wir haben das mal in Lied und Choreographie umgesetzt.

Und dann erst der absolut coole Film über eine explodierte Freundin – bloodfreezing!

Nach den bizarren Todesfällen im Film durfte das Entspannen zuhause bei der Mieze nicht zu kurz kommen und dann entlarvten wir die allgegenwärtige Pärchenlüge.

Romantik pur beim Glühwürmchengeschwirre

Aber dann – Romantik pur! Beim Spaziergang am Neckar lässt es sich bei Mondlicht und Glühwürmchengeschwirre herrlich verliebt sein.

Was erwartet Ihr? Nichts hält für immer und so holten wir uns und unser Publikum recht schnell zurück in die andere Realität – der Jugend-, Fitness- und Schönheitskult unserer Zeit war unser Thema. Abnehmen und schlank sein scheint das Motto, doch nicht mit uns! Unser Fazit zu diesem Hype – sich selbst annehmen ist der Schlüssel zu Glück und Attraktivität.

Und dann ließen wir es klassisch angehen mit zwei Stücken – so richtig was für die Ohren und das Herz, aahhh...

zwei unserer drei Moderatorinnen

Unsere Moderatorinnen schlugen gekonnt die Brücke zu unserem ganz und gar nicht klassischen Lesbenlied und dann kam er auch schon, unser Beitrag zu der Episode des Frauenlebens, das früher oder später alle Vertreterinnen der Spezies Mensch erwischt – mal mehr mal weniger heftig. Die Wechseljahre! Und wie wir schwitzten.

Doch so sicher wie die Wechseljahre vorbeigehen, so sicher hatten wir noch ein gutes Schlusslied und das brachte es auf den Punkt – wir sind keine Engel!

Unsere Lieder legten quasi die Fährte für unsere Moderatorinnen – oder legten sie uns die Fährte? Na, wie auch immer, die Moderation war perfekt eingebunden in unseren musikalischen Reigen. Vielleicht sollten wir aber doch eher sagen, dass sich die Lieder folgerichtig in die Entwicklung der Marktforschung einreihten an dessen furiosem Ende wieder einmal klar war: Frauen stimmen! mit ihren Frauenstimmen.

FRAUEN stimmen!

So, das war der Ablauf, kurz umrissen. Was Ihr nicht erlebt habt, wenn Ihr nicht dabei ward, war die Reaktion des Publikums. Es amüsierte sich sichtbar und hörbar, es hing an unseren Lippen und es genoss die klassischen Momente. Woran erkennt frau und mann, ob es gut war? Klar, am letzten Applaus –und der war so, dass wir tatsächlich noch eine Zugabe geliefert haben!

Wer dabei war, wird bestimmt noch einige Bilder im Kopf haben und wer nicht, tja, diese Chance habt Ihr verpasst! See, what’s and when’s next. Immer wieder mal auf unsere Homepage schauen.

Die Zugabe: gesungen und getanzt

So üppig dieser Kurzbericht auch klingen mag, es war noch nicht Schluss, denn nach der Pause kam ja noch Rosa Note mit ihrem Auftritt „Waschen, legen, stöhnen“.

"Stöhnen beim Friseur – Lebensdramen wie sonst nirgendwo", so der Titel des aktuellen Programms der Rosa Note. Die "Männer", wie sie von uns (meist) liebevoll genannt werden – unterstützten uns am ersten Abend mit ihrem aktuellen Programm, zu dem noch ein paar Takte hinzugefügt werden müssen: "Kein anderer Beruf ist so typisch für einen schwulen Mann wie der des Friseurs. So ein Friseur ist für den Haarschnitt verantwortlich, ganz besonders aber ist er der Fachmann für Klatsch und Tratsch!
Im Salon spielen sich Lebensdramen ab, wie an keinem anderen Ort in der Stadt, und die Rosa Note hat ihr Publikum daran teilhaben lassen."
Unter der Leitung von Amadeus Hoffmann sorgten die 25 Sänger von Stuttgarts schwulem Chor auch dieses Mal wieder, für einen kurzweiligen und genussvollen Abend.
In frivoler und geistreicher Art war gesanglich und choreografisch manch irre Situation aus dem unglaublichen Alltag eines Friseurs zu erleben. Nach dem Konzert suchten die Zuschauerinnen und Zuschauer schleunigst den Weg zu ihren Haarkünstlern. Hoffentlich wurden sie nicht enttäuscht?!

Und dann hatten wir noch unseren gemeinsamen Auftritt mit zwei Liedern – und auch da verlangte das Publikum eine Zugabe.

Gemeinsame Lieder von Musica Lesbiana und Rosa Note

Ja, und dann kam der Samstag und die „Schrillis“, wie sie liebevoll genannt werden, nahmen extra die lange Anfahrt in Kauf, um mit uns ein Konzert zu geben.

Die Schrillerlocken mit "Film ab"

Sie hatten zwar ihr neues Programm "Film ab" noch nicht ganz fertig, aber sie wollten sich die Chance auf eine Vorabgeneralprobe nicht nehmen lassen – gut so. Sie boten dem Stuttgarter Publikum einen bunten Strauß bekannter Filmmelodien und so manche(r) im Auditorium war sicher versucht, mitzusummen und mitzusingen. Und dann wurde auch noch eine Hamburger Spezialität für die richtige Antwort auf eine Preisfrage ausgelobt. Die Frage wurde beantwortet und der Preis vergeben.

Nachdem wir nach der Pause noch einmal mitreißend unser Programm geboten hatten, gab es auch mit den Schrillerlocken noch zwei gemeinsame Lieder und damit setzten wir den Schlusspunkt unter zwei tolle und unterhaltsame Konzerte.

Keine Frage, wir kommen wieder.

 

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